Vietnam Hanoi
Hanoi ist eine sehr große Stadt in Vietnam und ist komplett anders als die Megastädte in Japan oder Südkorea. Ich fand sie noch eher vergleichbar mit Bangkok). Überall gibt es kleine Geschäfte und Märkte mit teils Handgemachtem Produkten aber meist sehr günstigen Fälschungen.
Leute laufen auf der Straße mit Obst, Gebäck, Souvenirs oder Zigaretten und versuchen diese an verbeilaufende zu verkaufen. auch viele wollen abziehen
Gutes Essen bekommt man hier von der Straße. Ob es ein Banh-Mi aus einem kleinen Laden oder ein Pho aus einem Restaurant in einer Garage oder auf einem Gehsteig mit ein paar Plastikstühlen ist, das Essen schmeckt hier quasi immer. Bei Straßenverkäufern muss man allerdings etwas Aufpassen, da diese eigentlich dauerhaft versuchen einem das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Wie auch in Bangkok scheinen hier Roller das Hauptverkehrsmittel zu sein und als Fußgänger muss man schauen, dass man selbstbewusst in die Flut steigt und den hupenden Fahrzeugen nicht nachgibt.
Anders als in Bangkok findet man Hochhäuser hier nur vereinzelt oder weit entfernt von dem Touristischen Stadtkern. Außerdem gibt es hier weniger 6 spurige Straßen, was den Übergang etwas erleichtert.
Auf öffentlichen Parks sieht man hier einheimische Kinder und Erwachsene auf dem Skateboard, beim Fußball oder beim Badminton spielen. Die ältere Generation hat hier wohl Gymnastik und Tanz zu lauter Musik für sich entdeckt. Das Ganze neben schönen Tempeln sorgt für eine angenehme Atmosphäre und einen guten Ausgleich zu den überfüllten Touristenstraßen.
Tempel
Vielleicht das berühmteste Merkmal in Hanoi und nach meiner Reise sicher der interessanteste Ort in der Stadt ist die “Zug-Straße”. Vor Allem bei Nacht sind die bunt beleuchteten Cafes und Bars gut gefüllt und alle warten auf den Zug. Der Zug kommt unregelmäßig in sehr sehr langsamen Tempo hier durch, während alle innerhalb und außerhalb das Geschehen Filmen. Sobald er weg ist hat die Mofaflug wieder freie Fahrt und die Menschen strömen auf die Schienen.
Ein beliebtes Souvenir aus Hanoi ist in einen der unzähligen Cafes ein Hanoi Bier zu trinken und den Bierdeckel vom Zug zerdrücken zu lassen.
Eine weitere sehr volle Touristenattraktion ist die “Bier-Straße”. Hier stapeln sich Bars, Clubs und vor Allem Touristen.
Ho-Chi-Minh ist der Vater der Nation und wird hier auch als Onkel-Ho vergöttert. Besonders absurd ist das Mausoleum und seine genutzten Gegenstände, die hier Ausgestellt werden.
Etwas außerhalb der Stadt sind bald nur noch Felder und kleine Dörfer zu sehen.
Hier gibt es auch einen Ort mit tausenden Töpfereien. Neben einem schönen Museum gibt es hier tausende Geschäfte, die gefühlt alle quasi das Gleiche verkaufen und einen Markt, der aus noch viel mehr ähnlichen Geschäften besteht.
Vietnam ist auch für ihre Wasser-Puppentheater bekannt. Davon gibt es in Hanoi zwei, die beide auch viel von Touristen besucht werden. Die Aufführung besteht aus vielen kleinen Geschichten und Lohnt sich, um diesen besonderen Teil der Tradition auch gesehen zu haben.
Insgesamt habe ich immer mal wieder absurde oder einfach witzige Sachen und Orte gesehen und ich bin ein großer Fan der Stadt.
Ninh Binh
Wer in Vietnam Natur sehen will hat viele Möglichkeiten. Eine der meist besuchten ist sicherlich Ninh Binh, das ich selbst auch besucht habe. Ninh Binh war mal die Hauptstadt der Region bis vor ca. 1000 Jahren Hanoi die neue Hauptstadt wurde. Von den Tempeln und Gebäuden die es hier zu sehen gibt sind manche noch aus der Zeit, das meiste wurde aber wieder aufgebaut.
Die Natur in Vietnam ist unglaublich schön. Wie schon Japan im Vergleich zu Deutschland sind die Berge hier wieder komplett anders. Neben den vollgewachsenen grünen Hügeln, die aus der flachen Erde kommen gibt es in Vietnam häufig auch steile Felsen die senkrecht aus der Erde kommen.
Die Tagestour, die ich gebucht hatte kam mit einer Bootstour. In der kann man mit hunderten weiteren Touristen die Natur bestaunen und sich rum paddeln lassen. Dabei fährt man auch durch mehrere Höhlen, deren Decke nur knapp über den Köpfen anfängt und sieht die wunderschöne Natur von einer anderen Seite.
Bei dieser Bootstour kommt man auch immer wieder an kleinen Inseln an, an denen manche Aussteigen um ein paar Fotos zu machen. Bei den unterschiedlichen Gebäuden ist leider nicht immer klar, ob die alt sind oder aus einem modernen King Kong Film stammen, der hier gedreht wurde…
Bei ein paar Bergen hat man tatsächlich die Möglichkeit auf den Berg zu steigen. Der Drachenberg hat eine praktische Treppe bis nach oben und bietet einen tollen Ausblick auf die Umgebung. Der Ausblick ist und der Aufstieg ist leider etwas weniger toll, wenn es durchgehend schüttet, hat sich für mich aber trotzdem gelohnt.